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Cameras Don't Take Pictures

Kategorie: playbook
Aktualisiert: 9. März 2020 07:33

Das ist wiederum eine der Übungsaufgaben aus dem exzellenten Buch "The Photographer's Playbook" (307 Assignements and Ideas, Edited by Jason Fulford and Gregory Halpern, aperture Verlag).

 

Galerie "Cameras Don't Take Pictures [wolfgang]"

Meine Überlegungen zu den Einzelaufgaben [wolfgang]:

1. Mood-Photo:

Ort: Anstalts-Sportplatz der Steinhofgründe (14. Bezirk, Wien) im Hintergrund der Schlot der Müllverbrennungsanlage "Flötzersteig".

Ich mag an dieser Photographie die Kombination von (weitläufiger) Einsamkeit, abgefucktem Ambiente (Abgaswolke) und nebeliger Grundstimmung

2.1 Portrait of something I love:

Ort: Spiegelschrank im Badezimmer

Nicht ich bin es, der die "Liebe" des Portraits gilt, obwohl ich mich durchaus leiden kann ;) ... Meine Liebe (Herzblut, Begeisterung, call it whatever you like) gehört der Photographie und der Suche nach seinen Möglichkeiten, Grenzen, Besonderheiten ... (oder etwas philosophischer ausgedrückt: nach der Ontolgie des photographischen Bildes). Ich mag an diesem Punkt die Endlosschleife der Selbstreflexion der Photographie, Ping - Pong - Ping - Po.... 

2.2 Portrait of something I hate:

Ort: Öffentlicher Raum, Wahlplakat der FFen in Wien...

Hass ist ein schweres Wort und noch schwieriger in der photographischen Umsetzung. Die (bereits 6 Monate vor der Wien-Wahl !!) startende Wahlkampagne der Wiener FPÖ wird nun monatelage versuchen, mit Hass und rassistischen Ressentiments in die Gesellschaft zu spalten. Würrgggg ... Das Portrait des neuen Wiener Spitzenkandidaten Dominik Nepp ist absichtlich von unten in verzerrender Weise aufgenommen und soll diesen Politiker-Typus so zeigen wie er ist: gierig, korrupt und affin zur Freunderlwirtschaft (kann den Hals nicht voll genug bekommen, Grüße von HC Bumsti "zack zack zack" Strache) ... Also in anderen Worten: "Teile und Herrsche" - und verdecke die realen Widersprüche innerhalb des Kapitalismus.

3. Recreate a dream in a sequence of ten images:

Ort: in meinem Kopf bzw. meinem Notizbuch

Manche meiner Träume kreisen um das Thema (Verlust-)Angst, der Ablauf ist (mit gewissen Schattierungen) oft sehr ähnlich dem hier Skizzierten. Gefressen werden ist im Moment gar fürchterlich ... doch ich "arrangiere" mich dann meist mit dem Zustand des "in Verdauung befindlichen Subjekts" und grüble so über die Möglichkeit eines Fluchtwegs. Der Wecker setzt des öfteren diesem Prozess ein Ende, die emotionale/physische Befindlichkeit des frühen Morgens ist aber bisweilen doch ein wenig wie "halb gekaut und ausgespuckt ..."