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COVID-19: it's the system

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Exponentielle Ausbreitungskurve - physische Isolation ... fehlende Schutzmasken - marodes Gesundheitssystem … Causa Ischgl - Profit over People … Rezession - Rettungspakete … Notverordnung - Einschränkung demokratischer Grundrechte: Klar ist: das System fährt uns gegen die Wand.

 

Meine Bewunderung und Solidarität gehört den Held*innen des Alltags: Menschen, die unsere Grundversorgung sicherstellen, im Gesundheits- und Pflegesystem den Betrieb aufrecht erhalten, die öffentliche Infrastruktur am Laufen halten. Großartig, was ihr alle hier leistet!

 

"Halten Sie bitte Abstand! mindestens 1 Meter. Bitte keine Gruppen bilden."

 

Was durch die Corona-Krise ebenfalls offensichtlich wird: die neoliberale Politik im Sinne des Kapitals hat viele der europäischen Gesundheitssysteme ausgehungert, Betriebsmittel und Personal eingespart und vernünftige Grundversorgung "privatisiert" (Stichwort 2-Klassen-Medizin). Die Kämpfe der letzten Monate im Sozial- und Pflegebereich um bessere Bezahlung und Arbeitszeitverkürzung zeigen die Notwendigkeit von breiten gewerkschaftlichen Kampfmaßnahmen gegen die asoziale Politik des Kapitals. Die aufgrund der Krise fast explosionsartiger Zunahme arbeitsloser Menschen (+ 100.000 in einer Woche) offenbart die Fragilität des Kapitalismus und seine Unfähigkeit, uns Menschen eine sichere und gute Zukunft zu ermöglichen. Milliarden werden plötzlich für die Rettungspakete locker gemacht, fragt sich bloß für wen (rhetorische Frage …).

 

Klar ist auch, dass die derzeitige Einschränkung der Bewegungsfreiheit schnell in die generelle Einschränkung demokratischer Rechte und den Ausbau repressiver Strukturen führen könnte – der ungarische Ministerpräsident Orban zeigt gerade vor, aus welcher Richtung hier der totalitäre Wind weht. Hier gilt es, zeitliche Befristung dieser Maßnahmen im Auge zu haben und (derzeit nicht mögliche) gesellschaftliche Kämpfe danach wieder aufzunehmen!

 

"Take no seat. Never."

 

Die positive Seite der erzwungenen physischen Isolation könnte man auch im emotionalen und solidarischen Zusammenrücken vieler Menschen sehen: nicht mit den Politikern des Establishments, die von oben herab ("Sonnendeck") mantra-artig wiederholen, dass wir alle im gleichen Boot sitzen. Sondern die steigende Aufmerksamkeit für die Anliegen, Wünsche, Sorgen, Ideen, … anderer Menschen, die unter dieser Krise ebenso leiden, wie mensch selbst.

 

In diesem Sinne sollten wir "Erdlinge" der facettenreichen, kapitalistischen Melange aus Klimakatastrophe – Kriegen – Flüchtlingselend – Pandemien - … etwas entgegensetzen: Take the Power Back! (Rage Against the Machine).